Ein lebhafter Abend in anspruchsvollen Zeiten

Am 28. September fand in Imsweiler der diesjährige Kreisparteitag der CDU Donnersberg statt. Nach der Begrüßung durch den Ortsbürgermeister Peter Ziepser als Gastgeber und Landrat Rainer Guth berichtete Frank Burgdörfer über die Aktivitäten des Kreisvorstandes.

Die Hauptarbeitsfelder sind aktuell die Stärkung des Zusammenhalts in der Mitgliederschaft, die Konsolidierung der Finanzen, die Präsenz durch regelmäßige Veranstaltungen und eine effiziente Öffentlichkeitsarbeit. Burgdörfer berichtete von einer zielgerichteten Zusammenarbeit im Kreisvorstand während der vergangenen zwölf Monate und gab einen Ausblick auf die Vorhaben bis zum nächsten Kreisparteitag und der Neuwahl des Kreisvorstandes.

Anschließend erläuterte Schatzmeister Philipp Freiberger den aktuellen Stand der Finanzen. Erfreulich ist, dass sowohl der Kreisverband als auch die fünf Gemeindeverbände finanziell gesund sind. Mit einer Finanz- und Abgabenordnung versucht der Kreisverband, seine Einnahmesituation weiter zu stärken. Deutlich wurde zugleich, dass ein großer Teil der finanziellen Mittel des Kreisverbandes für die Geschäftsstelle und als Umlage an den Landesverband aufgewendet werden muss.

Um künftig die regelmäßige Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder zu gewährleisten, setzte der Kreisparteitag einen Ehrenausschuss ein. Ihm gehören neben dem Kreisgliederbeauftragten Jochen Grimm Kurt Kauk (Immesheim), Jörg Kreiselmayer (Kirchheimbolanden), Rüdiger Jung (Höringen) und Daniel Vogt (Ramsen) an. Außerdem stellte sich Michaela Spindt-Grimm, Bürgermeisterkandidatin für die Neuwahl in der Verbandsgemeinde Nordpfalz, den Versammelten vor.

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten der Bundestagsabgeordnete Florian Bilic und der Landtagsabgeordnete Ralf Kretner ihre Perspektiven auf die aktuelle politische Lage dar. Bilic beschrieb die Situation in Berlin als durchaus herausfordernd. Zugleich laufe die Zusammenarbeit innerhalb der Koalition aus seiner Sicht besser, als es der öffentliche Eindruck vermuten lasse. In seinem eigenen Arbeitsbereich könne er über die Zusammenarbeit nicht klagen. Bemerkenswert sei zudem, dass inzwischen vieles von dem umgesetzt worden sei, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, ohne dass dies in der Öffentlichkeit entsprechend wahrgenommen werde.

Kretner berichtete über die Arbeit der Landesregierung in Mainz. Aus seiner Sicht funktioniere die Zusammenarbeit gut und Ministerpräsident Gordon Schnieder leiste sehr gute Arbeit. Auch die Umsetzung des gemeinsam geschlossenen Koalitionsvertrages komme gut voran. Dabei sei selbstverständlich, dass sowohl Christdemokraten als auch Sozialdemokraten kompromissbereit sein müssten.

An die beiden Berichte schloss sich eine intensive, teilweise leidenschaftliche und kontroverse Diskussion mit dem Publikum unter Moderation des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Jörg Kreiselmayer an. Dabei wurde zum einen erhebliche Unzufriedenheit mit dem Zustand der Partei und der Parteiführung geäußert; andere drängten auf Verantwortung und konstruktives Agieren.

Gegen 21.40 Uhr konnte der Kreisvorsitzende Frank Burgdörfer den Kreisparteitag mit einem persönlichen Schlußwort beenden.