Nachruf auf Frank Baum

Bei der Beerdingung von Frank Baum sagte der Kreisvorsitzende Frank Burgdörfer sinngemäß das Folgende:

Liebe Frau Baum, liebe Familie Baum, liebe Marnheimer,
liebe Freunde und Bekannte, liebe Trauergemeinde,

Frank Baum war ein Mann, der sich niemals in den Vordergrund gedrängt hat, aber der immer da war, wenn er gebraucht wurde. So haben wir ihn in der CDU gekannt und geschätzt.

Gerade haben wir das bekannte Lied “Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer” gesungen. Darin ist die Rede davon, dass Freiheit Verantwortung braucht. Besser hätte man für Frank gar nicht aussuchen können. Er war zutiefst überzeugt davon, dass ein gutes Leben nicht selbstverständlich ist, sondern dass man sich darum kümmern muss.

Er war einer mit einem starken Verantwortungsbewusstsein. Einer, der sich eingemischt hat, der den Mund aufgemacht hat und der, wenn jemand gefehlt hat, auch gekommen ist. Und wenn etwas gesagt werden musste, hat er es auch gesagt.

2009 hat er begonnen, sich hier in die Kommunalpolitik einzumischen und in Ausschüssen mitzuarbeiten. 2012 ist er in den Gemeinderat gekommen, 2014, zur Kommunalwahl, dann unserer CDU beigetreten. Fünf Jahre später wurde er Ortsvorsitzender hier in Marnheim und auch stellvertretender CDU-Vorsitzender in der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden. Danach wurde er auch Mitglied im Verbandsgemeinderat.

In den Kreisvorstand ist er erst vor zehn Monaten gewählt worden. Und ich habe mich darüber sehr gefreut, weil es immer gut war, Frank dabeizuhaben. Im Kreis von Vielrednern musst man ihn durchaus nach seiner Meinung fragen. Aber dann kam sehr viel Bedenkenswertes. Er hat sich die Dinge gründlich angeschaut. Er war neuen Ideen nie verschlossen – aber sie mussten Sinn ergeben. Das Differenzieren, das war Frank. Die Präzision.

Meine letzte Diskussion mit ihm war am 17. Juni in Höringen. Da war er völlig davon überzeugt, dass etwas, was wir vorhaben, so, wie wir es machen wollen, richtig ist. Aber er hat darüber gesprochen, wie wir es machen können, ohne jemanden zu überfahren. Wie wir es schaffen, dass dabei alle gewürdigt werden.
Das war Frank.

Und genau solche Leute sind gegenwärtig besonders wichtig. Weil wir so viele haben, die nur Schwarz und Weiß kennen. Für die alles ganz schlicht ist. Die über alles einfach drübergehen.

Deshalb vermissen wir Frank. Deshalb wird er uns fehlen.

Ich geniere mich aber fast ein wenig, das zu sagen. Denn natürlich ist klar, dass der Verlust für seine Familie noch viel dramatischer ist. Und ich kann Ihnen nur unser Mitgefühl ausdrücken, unser Beileid. Ich kann Ihnen Kraft wünschen. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie einen Weg finden, mit diesem Verlust so umzugehen, dass das Leben gut weitergeht.

Weil Frank war, wie er war, möchte ich noch einen letzten Gedanken äußern: So, wie er war – nachdenklich, durchdacht, empathisch –, glaube ich, dass es helfen kann, sich zu überlegen: Was würde Frank denn jetzt raten? Was würde Frank jetzt wollen? Was würde er sagen, wie das Leben ohne ihn weitergehen soll?

Vielleicht kann das eine Stütze sein.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft.