Wir sind Experten für schwierige Zeiten

Unser Kreisvorsitzender Frank Burgdörfer war eingeladen zur Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes Wöllstein im Landkreis Alzey-Worms. Gebeten um ein Statement zur aktuellen Situation der CDU sagte er sinngemäß:


Alte Gewissheiten tragen nicht mehr

Wir leben in unruhigen Zeiten. Vieles ist im Umbruch. Wir hatten uns sicher gefühlt unter dem Schutzschirm der USA und wir hatten geglaubt, Kriege seien in Europa unwahrscheinlich – nun erleben wir seit viereinhalb Jahren einen Krieg und dass wir uns auf die USA nicht verlassen können. Wir erleben, dass der Klimawandel sehr real ist und konkrete Änderungen mit sich bringt: Trockenheit, Brände und Fluten. Wirtschaftlich hatten wir uns seit Jahrzehnten technologisch in einer führenden Position gesehen: Wenn andere uns kopiert haben, waren wir schon weiter. Das gelingt so nicht mehr. Auch deshalb, weil wir bei der künstlichen Intelligenz nicht ganz vorne dabei sind und weil wir uns nicht nur hier abhängig gemacht haben von den USA. Und bei alledem erleben wir täglich, dass wir auf die EU angewiesen sind, um gemeinsam mit den Partnern wirtschaftlich und technologisch mithalten zu können, um unsere Sicherheit gewährleisten zu können und unsere Interessen gegenüber Großmächten wirksam vertreten zu können. Eine EU, die unfertig ist, deren Handeln der gegenwärtigen Situation oft nicht angemessen ist und der es an Selbstbewusstsein fehlt.


Was das für die CDU heißt

Wir sind die Partei, die in Umbruchphasen Führung gezeigt hat. Wir sind die Experten für schwierige Zeiten. Wir können die Kraft entwickeln, Unpopuläres anzugehen und davon zu überzeugen. Dafür bringt unsere Partei Wesentliches mit:

  • Wir sind pragmatisch, nicht ideologisch. Wir wollen Probleme lösen, nicht recht behalten. Wir haben kein Idealbild, dem wir nacheifern – unser Maßstab ist die Verbesserung der Realität.
  • Deshalb sehen wir uns auch nicht in der Rolle, andere zu erziehen oder zu beurteilen. Uns geht es um die Sache. Deshalb argumentieren wir, wann immer möglich, sachlich, nicht moralisch.
  • Dabei haben wir Christdemokraten allen Grund zu Selbstbewusstsein. Wir wissen aber auch, dass wir nach Lösungen suchen, sie nicht immer schon haben. Und deshalb auch, dass auch andere Recht haben können.
  • Wir sind stark, wenn wir konsistent handeln. Wenn Reden und Handeln zusammenpassen. Wenn Wahlkämpfe zur Politik passen. Wenn wir Zweifel – auch anderer – ernst nehmen.
  • Uns interessieren keine Untergangsszenarien, uns interessiert das Gelingen. Wir sind nie alarmistisch, wir sind zuversichtlich, handeln so, dass es gut werden kann. Und bleiben immer offen für Kritik.

Wo wir gut sind, gelingt es der CDU, so zu sein. Wo es nicht gelingt, müssen wir an uns arbeiten.


Was wir am Donnersberg daraus machen

Als Kreisvorstand versuchen wir das umzusetzen. Wir versuchen, Präsenz zu zeigen – durch regelmäßige Veranstaltungen. Wir bauen unsere digitale Präsenz aus. Wir verbessern die Arbeit des Kreisvorstandes, dessen Zusammenarbeit mit den Gemeindeverbänden und die Koordination mit der Geschäftsstelle. Wir arbeiten daran, die gute Arbeit unserer vielen Aktiven in kommunalen Vertretungen, in Ämtern, aber auch auf anderen Feldern sichtbarer zu machen. Als Donnersbergpartei wollen wir zeigen, wer wir sind und was wir vor Ort können – auch um nicht ausschließlich nach der Bundes- oder Landespolitik beurteilt zu werden, für die wir unmittelbar nichts können. Und vor allem wollen wir als Gemeinschaft engagierter Menschen attraktiver werden für neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter.


Von links nach rechts: Sebastian Schnabel (Ortsbürgermeister von Wöllstein), Patrick Moll (Vorsitzender des CDU Gemeindeverbands Wörrstadt), Stephan Hahn (Vorsitzender des CDU Gemeindeverbands Wöllstein), Frank Burgdörfer (Kreisvorsitzender Donnersberg), Markus Conrad (Kreisvorsitzender Alzey-Worms und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wörrstadt), und Dr. Jörn Krause (Stellvertretender Vorsitzender im Gemeindeverband Wöllstein).